Das Funkeln der Sterne
Das Funkeln der Sterne, die sog. Szintillation, wird durch die Atmosphäre der Erde hervor- gerufen. Durch Temperaturunterschiede und Wind bilden sich ca 20 bis 30cm große Zellen, die nur eine geringe Lebensdauer von ca. 1/20 Sekunde haben. Die von den Sternen kommenden Lichtstrahlen werden beim Durchgang durch die Luftzellen in verschiedene Richtungen gebrochen. Mit bloßen Augen betrachtet führt das zu raschen Schwankungen der Helligkeit.
Szintillation von Beteigeuze
Bei schwächeren Sternen wie Mirzam scheint das Licht für kurze Momente ganz zu verschwinden.
Die Szintillation läßt sich im Teleskop noch besser beobachten. Neben den raschen Schwankungen der Helligkeit zeigt sich auch deutlich ein vielfältiges Farbenspiel. Die Brechung des Lichtes ist abhängig von der Farbe (Wellenlänge). Das weiße Licht des Sirius setzt sich aus allen Farben des Regenbogens zusammen. Blaues Licht wird dabei stärker gebrochen als rotes Licht. Stellt man das Bild des Sirius ein wenig unscharf, so verteilt sich das Licht auf eine kleine Fläche. Das Farbenspiel läßt sich dann besonders gut beobachten.
Die Szintillation ist bei punktförmigen Lichtquellen wie den Sternen besonders ausgeprägt.
Bei flächenhaften Lichtquellen, die man sich aus lauter einzelnen Punktlichtquellen zusammen- gesetzt denken kann, mitteln sich die vielen Szintillationen heraus, so daß solche Lichtquellen wesentlich ruhiger erscheinen. Das gilt z.B. für die Planeten, aber auch für die Landeschein- werfer eines noch weit entfernten Flugzeugs. Der hier gezeigte Vorbeiflug einer Verkehrs- maschine zeigt den Unterschied zwischen beiden Arten von Lichtquellen besonders deutlich. Auch hier wurden aus Darstellungsgründen die beiden Lichtquellen defokussiert.
Einzelne Schnappschüsse aus dem Sirius-Video zeigen, daß in der Tat alle Farben des Regenbogens vorkommen.
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